Was haben Adolf Hitler und Armin Meiwes gemeinsam? Der eine ließ sich bis zur letzten Stunde im Bunker seine vegetarische Diätkost servieren, der andere tötete und aß auf dessen eigenen Wunsch einen Berliner Programmierer und wurde daraufhin als der Kannibale von Rothenburg bekannt. Die 15 Minuten Ruhm, die laut Andy Warhol heute jedem zuteil werden können, haben beide reichlich überzogen.
Während auf der einen Seite tragische Schicksale in den Sog ihrer Medialisierung geraten, steht auf der anderen Seite die Maschinerie professioneller Ruhmproduktion nicht still. Prinzessin Diana, Natascha Kampusch und nicht zuletzt die Virtuosin auf der Klaviatur der Ich-Projekte – Paris Hilton- reihen sich ein in das Personal einer großangelegten mythischen Erzählung, der 15 Minuten schon lange nicht mehr genug sind.
Hitler und der Vegetarismus
Hitler verstand sich selbst als Vegetarier, und die meisten Biographen stimmen darin überein, dass er sich seit 1930 zumindest überwiegend vegetarisch ernährte. Als junger Mann kam er durch seine Verehrung Richard Wagners, der sich aus Achtung gegenüber den Tieren für eine fleischlose Ernährung aussprach, mit den Ideen des Vegetarismus in Berührung. Ob sich Hitler jedoch für längere Zeit konsequent vegetarisch ernährte, ist zweifelhaft.
Viele Befürworter der vegetarischen Lebensweise bestreiten überhaupt Hitlers Vegetarismus und sehen darin einen nur zu Propagandazwecken erschaffenen Mythos, der vor allem durch Goebbels aufgebaut wurde. Zusammen mit weiteren asketischen Zügen, wie die angebliche sexuelle Enthaltsamkeit und Alkohol-Abstinenz, sollte Hitler zu einem entrückten, höheren Menschen stilisiert werden, der sich vollständig in den Dienst seines Volkes stelle. Allerdings beschreibt Goebbels auch in seinen privaten Tagebüchern Hitler als überzeugten Vegetarier, der das Thema oft in den Tischgesprächen aufgreift…
Armin Meiwes, der “Kannibale von Rothenburg”
Armin Meiwes wurde aufgrund der Tötung eines Menschen und späteren Verspeisung von Teilen der Leiche als „Kannibale von Rotenburg“ bzw. als Hessen-Hannibal bekannt.
Nachdem Meiwes im Internet nach jungen Männern suchte, kam im Februar 2001 der Kontakt zwischen Meiwes und dem damals 43-jährigen Diplom-Ingenieur Bernd Jürgen Armando Brandes zustande, der bis zuletzt in leitender Position bei der Siemens AG in Berlin angestellt war und der bereits in dem dortigen Prostituierten-Milieu durch Verstümmelungs-bezogene Reden auffiel. Am 9. März 2001 trafen sich Meiwes und der etwa vier Jahre ältere Brandes. Meiwes gab in einem Gerichtsverfahren an, Brandes hätte in das Abtrennen des äußeren Teiles seines Penis, in das anschließende, gemeinsame Verspeisen desselben durch beide, in die darauf folgende Tötung Brandes und in das vollständige Verspeisen durch Meiwes eingewilligt. Meiwes ließ nie Zweifel an diesem Ablauf aufkommen, die Vorgänge wurden teilweise filmisch dokumentiert. Auf die Spur Meiwes kam die Polizei durch den Hinweis eines Studenten aus Innsbruck, der auf eine erneute Kontaktanzeige dieser Art aufmerksam wurde.
(Quelle: Wikipedia)
Die Entführung von Natascha Kampusch
Am 2. März 1998 entführte der Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil die damals zehnjährige Österreicherin Natascha Kampusch in der Nähe ihres Wiener Wohnhauses und hielt sie anschließend in seinem Privathaus in Strasshof gefangen. Laut Aussage des Leiters des österreichischen Bundeskriminalamts war sie in einer Montagegrube unter der Garage eines Einfamilienhauses versteckt. Diese war mit einer schalldichten Tresortür verschlossen. Der kleine, fensterlose Raum war 181 cm breit und vom 50 cm x 50 cm großen Eingang an der Schmalseite aus betrachtet linksseitig 278 cm lang und rechtsseitig 246 cm lang. Auf der linken Seite stand kurz hinter dem Eingang ein Hochbett, darunter blieb eine 157 cm hohe Fläche frei; insgesamt war der Raum 237 cm hoch. Auf der dem Bett gegenüberliegenden Seite stand ein kleiner Schreibtisch, darüber ein kleiner Fernseher. Der Rest dieser Wand war mit Regalen ausgestattet. In der Ecke rechts neben dem Eingang befanden sich ein WC und eine Edelstahlspüle mit zwei Becken als Waschgelegenheit. Der Eingang zu dem Versteck war so gut getarnt, dass er auch bei einer Hausdurchsuchung wahrscheinlich nicht gefunden worden wäre, so die Ermittler.
Kampusch gab an, sie sei im ersten halben Jahr nach der Entführung dort permanent verblieben. Später sei sie zeitweise in das Haus des Entführers gelassen worden, wenn dieser allein war; beispielsweise zum Duschen. Nach mehreren Jahren hatte sie das Versteck im Beisein ihres Entführers auch für gelegentliche Einkäufe und Spaziergänge, einmal auch für einen Skiausflug[4] verlassen dürfen. Sie durfte dabei keinerlei Kontakt zu anderen Personen herstellen. Er drohte ihr im Falle einer Zuwiderhandlung an, sie und die betreffenden Personen zu töten.
Kampusch erhielt vom Entführer ausgewähltes Zeitungsmaterial, durfte Bücher lesen, Radio hören und Videos anschauen. Auch gab sie an, dass der Entführer ihr häufig Unterricht in Lesen und Schreiben gegeben habe. Psychologen und Polizisten, die nach ihrer Flucht mit ihr sprachen, stellten eine trotz der langjährigen Isolation hohe Intelligenz und treffende Artikulation fest. Sie war über das Tagesgeschehen in der Welt gut informiert.
(Quelle: Wikipedia)
Camillagate
„Camillagate“ wurde der Skandal um die Affäre zwischen Prinz Charles und Camilla Parker Bowles genannt. Eine besondere Rolle spielte darin die Tonbandaufnahme eines Telefonats zwischen Charles und Camilla vom 18. Dezember 1989. Die Mitschrift der Aufnahme wurde erstmals 1992 veröffentlicht. Besonders pikant war das Band weil Prinz Charles den Wunsch äußerte, als Camillas Tampon wiedergeboren zu werden.
Charles: What about me? The trouble is I need you several times a week.
Camilla: Mmmm, so do I. I need you all the week. All the time.
Charles: Oh. God. I’ll just live inside your trousers or something. It would be much easier!
Camilla: (laughing) “what are you going to turn into, a pair of knickers?
Both laugh
Camilla: Oh, You’re your’e going to come back as a pair of knickers.
Charles: Or, God forbid a Tampax. Just my luck! (Laughs)
Camilla: You are a complete idiot (Laughs) Oh, what a wonderful idea.
Charles: My luck to be chucked down the lavatory and go on and on forever swirling round on the top, never going down.
(Quelle: Wikipedia)

6.-20. Januar 2008 Galerie Eigenheim, Weimar






