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	<title>Kommentare f&#252;r www.schlaffke.com</title>
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	<description>die Website von Markus Schlaffke</description>
	<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 03:15:31 +0000</pubDate>
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		<title>Kommentar zu Forum Weimarplatz von Tyalis</title>
		<link>http://www.schlaffke.com/wordpress/?p=11&cpage=1#comment-10</link>
		<dc:creator>Tyalis</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 21:08:18 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn ich das recht bedenke hatte der Asbach nichteinmal Auen... Auen gibts bei großen Flüssen (schonmal an den Ruhr-Auen in Bochum gewesen...?)... Der Asbach-Grünzug war eher ein überdimensionierter Park, der schlicht und ergreifend die Altstadt vom (damals für untere soziale Schichten vorgesehenen) Bahnhofsviertel getrennt hat. Nich mehr als ein Webicht für Arme...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich das recht bedenke hatte der Asbach nichteinmal Auen&#8230; Auen gibts bei großen Flüssen (schonmal an den Ruhr-Auen in Bochum gewesen&#8230;?)&#8230; Der Asbach-Grünzug war eher ein überdimensionierter Park, der schlicht und ergreifend die Altstadt vom (damals für untere soziale Schichten vorgesehenen) Bahnhofsviertel getrennt hat. Nich mehr als ein Webicht für Arme&#8230;</p>
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		<title>Kommentar zu Forum Weimarplatz von Tyalis</title>
		<link>http://www.schlaffke.com/wordpress/?p=11&cpage=1#comment-8</link>
		<dc:creator>Tyalis</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 21:06:04 +0000</pubDate>
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		<description>Re: Wünsche mir...
Hoy,  der Asbachgrünzug wurde mitte der dreissiger Jahre komplett zugeschüttet. Von den sog. Asbach-Auen ist also nicht mehr viel übrig - wieso also eine Umbenennung in gerade diesen Namen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Re: Wünsche mir&#8230;<br />
Hoy,  der Asbachgrünzug wurde mitte der dreissiger Jahre komplett zugeschüttet. Von den sog. Asbach-Auen ist also nicht mehr viel übrig - wieso also eine Umbenennung in gerade diesen Namen?</p>
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		<title>Kommentar zu Forum Weimarplatz von 1000schönchen</title>
		<link>http://www.schlaffke.com/wordpress/?p=11&cpage=1#comment-7</link>
		<dc:creator>1000schönchen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 21:05:01 +0000</pubDate>
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		<description>Wünsche mir...
dass das Ganze Gebiet wieder umbenannt wird und zwar weg von diesem nichtssagenden "Weimarplatz".   Mein Vorschlag ist "Asbach-Aue", hab ich mal irgendwo gehört und find das schön.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wünsche mir&#8230;<br />
dass das Ganze Gebiet wieder umbenannt wird und zwar weg von diesem nichtssagenden &#8220;Weimarplatz&#8221;.   Mein Vorschlag ist &#8220;Asbach-Aue&#8221;, hab ich mal irgendwo gehört und find das schön.</p>
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		<title>Kommentar zu Forum Weimarplatz von Jefferson</title>
		<link>http://www.schlaffke.com/wordpress/?p=11&cpage=1#comment-6</link>
		<dc:creator>Jefferson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 21:04:17 +0000</pubDate>
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		<description>Ich antworte mir flugs selbst : Glaser lebt .  Guckt man hier :   http://www.br-online.de/franken/themen/autoren/glaser.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich antworte mir flugs selbst : Glaser lebt .  Guckt man hier :   <a href="http://www.br-online.de/franken/themen/autoren/glaser.html" rel="nofollow">http://www.br-online.de/franken/themen/autoren/glaser.html</a></p>
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		<title>Kommentar zu Forum Weimarplatz von Jefferson</title>
		<link>http://www.schlaffke.com/wordpress/?p=11&cpage=1#comment-5</link>
		<dc:creator>Jefferson</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 21:03:41 +0000</pubDate>
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		<description>Um den aktuellen Umgang mit dem ehemaligen Gauforum/Mehrzweck-Gebäude in Weimar zu bewerten, kann man ihn in einen Zusammenhang setzen mit der Nutzung ähnlicher Objekte in Deutschland seit der Nachkriegszeit.   Nehmen wir als Beispiel die Stadt Nürnberg, die stadtplanerisch und architektonisch durch Nazi-Bauten weiträumig vernarbt wurde und sich in den 60 Jahren seit Kriegsende sehr schwer mit diesem "Erbe" getan hat. Das kann man an der Nutzung des sog. "Collosseums" auf dem sog. "Reichsparteitagsgeländes" gut nachvollziehen. Das beinahe fertiggestellte Riesen-Amphie-Theater dient derzeit als Fuhrpark, Theater-Requisiten-Lager und Ton-Aufnahmestudio. Im Sommer wird der Innenhof des "Colloseums" als Open-Air-Bühne ("Serenaden-Hof" Sic !) genutzt -- eine Verwendung, die sogar dem ursprünglichen Zweck des Stadions zitiert, ohne diesen Zusammenhang zu thematisieren. Erst in den 80er Jahren kam es zu einem längerfristigen kulturhistorischen Projekt vor der Kulisse des "Reichsparteitagsgeländes", und zwar an der Stelle, an der die verbliebenen Fragmente des Aufmarschgeländes sonst als Automobilrennstrecke und Football-Stadium (!!) genutzt werden/wurden. Die Rede ist von der Dauerausstellung "Faszination und Gewalt", die zu ihrem Beginn mehr als umstritten war.&#160;   (http://www.kubiss.de/kultur/info/kpz/Schule/29_1_10.htm)  Von diesem Projekt abgesehen ist das riesige Gelände am Nürnberger Dutzendteich nach wie vor eine Ansammlung von halbfertigen Einzel-Objekten, düster-romantischen Ruinen und tatsächlich dringend nötigen Freizeitflächen für Nürnbergs Stadtwüsten-Bewohner. Im Sommer kann man auf den grossen Freiflächen Tausende von Menschen erleben, die Fußball spielen, grillen und picknicken -- besonders in den 80er Jahren ergab diese Mischung eine bizarre Szenerie : Man sah Familien aus den Nürnberger Arbeitervorstädten, viele "türkische Gastarbeiter-Familien" und amerikanische Soldaten und ihre Angehörigen beim Grillen und über den Dutzendteich Rudern, vor einem Horizont, der durch teilweise verfallene marmorne Monumental-Architektur gebildet wird. Wenn das der "Führer" noch erlebt hätte...  Spannend wäre bei einer Bewertung des Umgangs der Stadt Nürnberg mit dieser architektonischen Nazi-GEGENWART eine Einschätzung des langjährigen Kultur-Dezernenten Glaser. Lebt der noch ? Vielleicht kann jemand im Forum dazu etwas beitragen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Um den aktuellen Umgang mit dem ehemaligen Gauforum/Mehrzweck-Gebäude in Weimar zu bewerten, kann man ihn in einen Zusammenhang setzen mit der Nutzung ähnlicher Objekte in Deutschland seit der Nachkriegszeit.   Nehmen wir als Beispiel die Stadt Nürnberg, die stadtplanerisch und architektonisch durch Nazi-Bauten weiträumig vernarbt wurde und sich in den 60 Jahren seit Kriegsende sehr schwer mit diesem &#8220;Erbe&#8221; getan hat. Das kann man an der Nutzung des sog. &#8220;Collosseums&#8221; auf dem sog. &#8220;Reichsparteitagsgeländes&#8221; gut nachvollziehen. Das beinahe fertiggestellte Riesen-Amphie-Theater dient derzeit als Fuhrpark, Theater-Requisiten-Lager und Ton-Aufnahmestudio. Im Sommer wird der Innenhof des &#8220;Colloseums&#8221; als Open-Air-Bühne (&#8221;Serenaden-Hof&#8221; Sic !) genutzt &#8212; eine Verwendung, die sogar dem ursprünglichen Zweck des Stadions zitiert, ohne diesen Zusammenhang zu thematisieren. Erst in den 80er Jahren kam es zu einem längerfristigen kulturhistorischen Projekt vor der Kulisse des &#8220;Reichsparteitagsgeländes&#8221;, und zwar an der Stelle, an der die verbliebenen Fragmente des Aufmarschgeländes sonst als Automobilrennstrecke und Football-Stadium (!!) genutzt werden/wurden. Die Rede ist von der Dauerausstellung &#8220;Faszination und Gewalt&#8221;, die zu ihrem Beginn mehr als umstritten war.&nbsp;   (http://www.kubiss.de/kultur/info/kpz/Schule/29_1_10.htm)  Von diesem Projekt abgesehen ist das riesige Gelände am Nürnberger Dutzendteich nach wie vor eine Ansammlung von halbfertigen Einzel-Objekten, düster-romantischen Ruinen und tatsächlich dringend nötigen Freizeitflächen für Nürnbergs Stadtwüsten-Bewohner. Im Sommer kann man auf den grossen Freiflächen Tausende von Menschen erleben, die Fußball spielen, grillen und picknicken &#8212; besonders in den 80er Jahren ergab diese Mischung eine bizarre Szenerie : Man sah Familien aus den Nürnberger Arbeitervorstädten, viele &#8220;türkische Gastarbeiter-Familien&#8221; und amerikanische Soldaten und ihre Angehörigen beim Grillen und über den Dutzendteich Rudern, vor einem Horizont, der durch teilweise verfallene marmorne Monumental-Architektur gebildet wird. Wenn das der &#8220;Führer&#8221; noch erlebt hätte&#8230;  Spannend wäre bei einer Bewertung des Umgangs der Stadt Nürnberg mit dieser architektonischen Nazi-GEGENWART eine Einschätzung des langjährigen Kultur-Dezernenten Glaser. Lebt der noch ? Vielleicht kann jemand im Forum dazu etwas beitragen.</p>
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		<title>Kommentar zu Forum Weimarplatz von Markus Schlaffke</title>
		<link>http://www.schlaffke.com/wordpress/?p=11&cpage=1#comment-4</link>
		<dc:creator>Markus Schlaffke</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 21:02:52 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Kolibri, Herzlich willkommen und Danke für die anregenden Informationen! In der Tat scheint es so, dass trotz vielfältiger Publikationen tatsächlich viel zu wenig Wissen über den ganzen Komplex "Gauforum" vorzufinden ist. Etwas Geduld - Ich arbeite daran, eine übersichtliche historische Dokumentation hier darzustellen! Ein Punkt der mir in der Saller-Konzeption tatsächlich auffällt, ist folgendes: die historische Dimension des Baus findet nur als einmalige Ingenieursleistung Erwähnung! Ich will hier noch nicht unbedingt Vorsatz unterstellen, aber es ist schon irgendwie typisch - man pickt sich die verwertbaren Häppchen heraus - "deutsche Wertarbeit", einmalige Ingenieursleistung"... und verschweigt den Rest, weil es sich in der Vermarktungskonzeption damit schlecht argumentieren lässt. Wie gesagt, ich wäre vorsichtig mit dem Vorwurf der Vorsätzlichkeit, aber wenn sich in dieser Art des Umgangs ein Muster abzeichnen würde, fände ich es zumindest bedenklich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Kolibri, Herzlich willkommen und Danke für die anregenden Informationen! In der Tat scheint es so, dass trotz vielfältiger Publikationen tatsächlich viel zu wenig Wissen über den ganzen Komplex &#8220;Gauforum&#8221; vorzufinden ist. Etwas Geduld - Ich arbeite daran, eine übersichtliche historische Dokumentation hier darzustellen! Ein Punkt der mir in der Saller-Konzeption tatsächlich auffällt, ist folgendes: die historische Dimension des Baus findet nur als einmalige Ingenieursleistung Erwähnung! Ich will hier noch nicht unbedingt Vorsatz unterstellen, aber es ist schon irgendwie typisch - man pickt sich die verwertbaren Häppchen heraus - &#8220;deutsche Wertarbeit&#8221;, einmalige Ingenieursleistung&#8221;&#8230; und verschweigt den Rest, weil es sich in der Vermarktungskonzeption damit schlecht argumentieren lässt. Wie gesagt, ich wäre vorsichtig mit dem Vorwurf der Vorsätzlichkeit, aber wenn sich in dieser Art des Umgangs ein Muster abzeichnen würde, fände ich es zumindest bedenklich.</p>
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		<title>Kommentar zu Forum Weimarplatz von manefaxx</title>
		<link>http://www.schlaffke.com/wordpress/?p=11&cpage=1#comment-3</link>
		<dc:creator>manefaxx</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 21:01:56 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Kolibri, ich bin nicht deiner Meinung, dass das Ganze schief laufen wird. Eingefleischten Konsumfreunden, wie Du so schön formuliert hast, ist es vordergründig gleichgültig ob das neue Einkaufszentrum früher ein Gauforum oder ein Schweinestall war. Wichtig für die meisten Leute, in der heutigen Zeit der umfassenden Werbung, ist nur der schnöde Konsum . Dazu kommt, das den meisten Menschen in Weimar die Vergangenheit dieses Platzes mit seinen abstoßenden Bauten gleichgültig ist. Das neue Atrium wird ein Erfolg, weil das Fernsehn mit seinem verdummenden Rahmenprogramm für die Werbung, eine Wegbegleiter ist für die Grundlagen solcher Konsumtempel, die er selbst geschaffen hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Kolibri, ich bin nicht deiner Meinung, dass das Ganze schief laufen wird. Eingefleischten Konsumfreunden, wie Du so schön formuliert hast, ist es vordergründig gleichgültig ob das neue Einkaufszentrum früher ein Gauforum oder ein Schweinestall war. Wichtig für die meisten Leute, in der heutigen Zeit der umfassenden Werbung, ist nur der schnöde Konsum . Dazu kommt, das den meisten Menschen in Weimar die Vergangenheit dieses Platzes mit seinen abstoßenden Bauten gleichgültig ist. Das neue Atrium wird ein Erfolg, weil das Fernsehn mit seinem verdummenden Rahmenprogramm für die Werbung, eine Wegbegleiter ist für die Grundlagen solcher Konsumtempel, die er selbst geschaffen hat.</p>
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		<title>Kommentar zu Forum Weimarplatz von kolibri</title>
		<link>http://www.schlaffke.com/wordpress/?p=11&cpage=1#comment-2</link>
		<dc:creator>kolibri</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 21:01:04 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Markus! Ein tolles Forum! Was wohl fehlt, ist die historische und kulturhistorische Grundlage für die Diskussion. Habe den Eindruck, dass das Gauforum in Weimar eher ein Tabuthema ist. Es ist da, aber man spricht nicht darüber, daher auch die Nutzung als Einkaufszentrum, gesellschaftliche Tabus werden gerne mit Sinnes- und Konsumfreuden überstrichen, ein neuer Anstrich, eine Einkaufsgalerie begründen wohl die Hoffnung über die oberflächliche Pragmatik des Einkaufs dieses furchtbare Ding den Herzen der Menschen näher zu bringen und mit Leucht- und Radioreklame eine Erinnerungskultur zu auszublenden. Ich tippe darauf, dass das Ganze ordentlich schief läuft, da die abstoßende Wirkung des Tabus selbst den eingefleischten Konsumfreunden den Einkauf vermiesen wird. Es hätte eine öffentliche Debatte in Weimar und wohl auch außerhalb benötigt, was mit dem Gauforum anzufangen ist, bevor man eine Entscheidung getroffen hätte.  Ich würde für den kundigen und unkundigen Besucher Deiner Seite, an Deiner Stelle, etwas mehr Infos bereitstellen, vor allem historische, was das Ziel, die Funktion, die Idee des Gauforums im Dritten Reich gewesen ist. Und zweitens etwas mehr Information über den Umgang mit diesem Scheusal in der DDR-Zeit, hier würden sich möglicherweise Parallelen zum Umgang mit dem Nazionalsozialismus in der DDR und dem derzeitigen Umgang, herleiten können, Stichwort: Tabuisierung und der Schleier einer Ideologie bzw. Kommunismus vs. Konsumption. Der Größenwahn oder ‹bertreibung in der Namensgebung scheint darauf abzuzielen, das Vergangene vergessen zu machen und eine Identifikation mit dem Platz und dem Gebäude unter den Weimarern zu schaffen. Atrium als Begriff hat mehrere Bedeutungen:  1. [lateinisch] das, Anatomie: Vorhof, Vorkammer des Herzens.  2. [lateinisch] das, Architektur: im altitalischen Haus der Hauptraum mit Dachöffnung und Becken zum Auffangen des Regenwassers. Mit ‹bernahme des griechischen Peristyls (Säulenhof) wurde das Atrium zum Empfangsraum. Im Kirchenbau bezeichnet man als Atrium den von Säulenhallen umgebenen Hof vor einer Basilikafassade. Das neuzeitliche Atriumhaus mit angegliedertem Hof oder Garten innerhalb von Umfassungsmauern knüpft an den Grundriss des antiken Wohnhauses an. © 2004 Bibliographisches Institut &#38; F. A. Brockhaus AG  Welche spielt wohl nun die größere Rolle? Die zweite wohl wegen der architektonischen Ambitionen. Die erste würde ich als eine Art Metapher nehmen. Durchdacht ist es jetzt nicht aber man könnte das schon ausdeuten, Karl Marx-Platz in der DDR und Weimarer Platz nun im heutigen Weimar. wozu dient wohl diese übertriebene Sinnstiftung bei der _Namensgebung? Toll ist auch das Konzept von Weimar-Atrium, denn wenn ich das beim ‹berfliegen richtig gesehen habe, wird mit keinem Wort die Historie des Gebäudekomplexes genannt. ;) Lange Rede, kurzer Sinn, historisches und vor allem kulturhisorisches (sogar über Weblinks) fehlt ein wenig um die Grundlage für eine angeregte und nicht oberflächliche Diskussion zu schaffen. Würde mich aber auch nicht scheuen, einige provokative Fragen und Deutungen reinzustellen. Viel Erfolg, Kolibri PS: Die Frage nach dem öffentlichen und privaten Raum ist irgendwie leer, konstruiert und künstlich. Gauforum als privater Raum? War, ist und wird es niemals sein. Privat kann nur die eigene tägliche Konfrontation damit sein. Oder zielt das auf die Privatheit des Einkaufs? Gibt es die? usw.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Markus! Ein tolles Forum! Was wohl fehlt, ist die historische und kulturhistorische Grundlage für die Diskussion. Habe den Eindruck, dass das Gauforum in Weimar eher ein Tabuthema ist. Es ist da, aber man spricht nicht darüber, daher auch die Nutzung als Einkaufszentrum, gesellschaftliche Tabus werden gerne mit Sinnes- und Konsumfreuden überstrichen, ein neuer Anstrich, eine Einkaufsgalerie begründen wohl die Hoffnung über die oberflächliche Pragmatik des Einkaufs dieses furchtbare Ding den Herzen der Menschen näher zu bringen und mit Leucht- und Radioreklame eine Erinnerungskultur zu auszublenden. Ich tippe darauf, dass das Ganze ordentlich schief läuft, da die abstoßende Wirkung des Tabus selbst den eingefleischten Konsumfreunden den Einkauf vermiesen wird. Es hätte eine öffentliche Debatte in Weimar und wohl auch außerhalb benötigt, was mit dem Gauforum anzufangen ist, bevor man eine Entscheidung getroffen hätte.  Ich würde für den kundigen und unkundigen Besucher Deiner Seite, an Deiner Stelle, etwas mehr Infos bereitstellen, vor allem historische, was das Ziel, die Funktion, die Idee des Gauforums im Dritten Reich gewesen ist. Und zweitens etwas mehr Information über den Umgang mit diesem Scheusal in der DDR-Zeit, hier würden sich möglicherweise Parallelen zum Umgang mit dem Nazionalsozialismus in der DDR und dem derzeitigen Umgang, herleiten können, Stichwort: Tabuisierung und der Schleier einer Ideologie bzw. Kommunismus vs. Konsumption. Der Größenwahn oder ‹bertreibung in der Namensgebung scheint darauf abzuzielen, das Vergangene vergessen zu machen und eine Identifikation mit dem Platz und dem Gebäude unter den Weimarern zu schaffen. Atrium als Begriff hat mehrere Bedeutungen:  1. [lateinisch] das, Anatomie: Vorhof, Vorkammer des Herzens.  2. [lateinisch] das, Architektur: im altitalischen Haus der Hauptraum mit Dachöffnung und Becken zum Auffangen des Regenwassers. Mit ‹bernahme des griechischen Peristyls (Säulenhof) wurde das Atrium zum Empfangsraum. Im Kirchenbau bezeichnet man als Atrium den von Säulenhallen umgebenen Hof vor einer Basilikafassade. Das neuzeitliche Atriumhaus mit angegliedertem Hof oder Garten innerhalb von Umfassungsmauern knüpft an den Grundriss des antiken Wohnhauses an. © 2004 Bibliographisches Institut &amp; F. A. Brockhaus AG  Welche spielt wohl nun die größere Rolle? Die zweite wohl wegen der architektonischen Ambitionen. Die erste würde ich als eine Art Metapher nehmen. Durchdacht ist es jetzt nicht aber man könnte das schon ausdeuten, Karl Marx-Platz in der DDR und Weimarer Platz nun im heutigen Weimar. wozu dient wohl diese übertriebene Sinnstiftung bei der _Namensgebung? Toll ist auch das Konzept von Weimar-Atrium, denn wenn ich das beim ‹berfliegen richtig gesehen habe, wird mit keinem Wort die Historie des Gebäudekomplexes genannt. <img src='http://www.schlaffke.com/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> Lange Rede, kurzer Sinn, historisches und vor allem kulturhisorisches (sogar über Weblinks) fehlt ein wenig um die Grundlage für eine angeregte und nicht oberflächliche Diskussion zu schaffen. Würde mich aber auch nicht scheuen, einige provokative Fragen und Deutungen reinzustellen. Viel Erfolg, Kolibri PS: Die Frage nach dem öffentlichen und privaten Raum ist irgendwie leer, konstruiert und künstlich. Gauforum als privater Raum? War, ist und wird es niemals sein. Privat kann nur die eigene tägliche Konfrontation damit sein. Oder zielt das auf die Privatheit des Einkaufs? Gibt es die? usw.</p>
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